Rentenerhöhung für Ost und West beschlossen – als nächsten Schritt planen wir die Grundrente

Bild: SPD-Fraktion

Gute Nachrichten für alle Rentnerinnen und Rentner: Die Bundesregierung hat heute auf Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beschlossen, die Renten zu erhöhen. Zum 1. Juli 2019 werden die Renten in Westdeutschland um 3,18 Prozent und in den neuen Ländern um 3,91 Prozent steigen.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich erfolgreich dafür stark gemacht, dass die Renten in Ost und West weiter aneinander angeglichen werden: Mit dem heutigen Beschluss des Kabinetts erreicht der Rentenwert im Osten ab 1. Juli 2019 96,5% des Westwerts. Bis 2025 sollen die Renten in den alten und neuen Bundesländern dann gleich hoch sein. Wichtige Grundlage für die erfreuliche Entwicklung bei den Renten insgesamt sind steigende Löhne und  die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Rentenerhöhungen sind ein Zeichen des Respekts vor Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Doch da Arbeit nicht nur klassische Erwerbsarbeit bedeutet, sondern auch das Pflegen Angehöriger und die Erziehung der Kinder beinhaltet, brauchen wir als nächsten Schritt die Grundrente. Alle, die 35 Jahre eingezahlt, Angehörige gepflegt oder Kinder erzogen haben, müssen Anspruch haben auf ein Auskommen oberhalb der Grundsicherung – und zwar unabhängig vom Einkommen der Partnerin oder des Partners.

Ein Beispiel: Eine Friseurin, die 40 Jahre auf dem Niveau des Mindestlohns voll gearbeitet hat, kommt derzeit auf eine monatliche Rente von 512,48 Euro. Mit der Grundrente käme sie künftig auf eine Monatsrente von 960,90 Euro.

Zudem werden mit dem derzeitigen Rentenmodell Menschen benachteiligt, die sich um die Pflege ihrer Angehörigen oder die Erziehung ihrer Kinder gekümmert haben. Mit der Grundrente stellen wir sicher, dass auch diese so wichtige Arbeit endlich angemessen gewürdigt wird und als Pflichtbeitragszeit zählt.